Grundbildungspakt-Saar

Ziel des Grundbildungspakts ist es, Menschen, die nicht oder nur unzureichend lesen, schreiben und rechnen können, zur besseren beruflichen, sozialen und ökonomischen Teilhabe zu befähigen. Wohlfahrtsverbände und Bildungsträger leisten hierzu bereits einen wichtigen Beitrag. Durch weitere Initiativen und Maßnahmen soll den Betroffenen die aktive Partizipation am gesellschaftlichen Leben, am Arbeitsmarkt und der Zugang zu anspruchsvolleren Tätigkeiten eröffnet, nachhaltig gesichert und die demokratische Teilhabe ermöglicht werden. Die dazu erforderliche gemeinsame Strategie umfasst kurzfristige Maßnahmen und Zielsetzungen, aber auch mittel- und langfristige Ziele.

Zunächst ist die Sensibilisierung der Verantwortlichen und der Öffentlichkeit für die Problemstellung erforderlich. An eine erste Phase der Bündelung und Vernetzung bestehender Maßnahmen oder Personalressourcen, schließt sich die Phase der Realisierung der Zielstellung der gemeinsamen Strategie an:

  • Betroffene sollen für Lese- und Schreibkurse gewonnen werden, insbesondere über Betriebe und Gemeinwesenprojekte. Bislang werden jährlich etwa 500 Menschen im Saarland durch Kurse erreicht. Der Bedarf liegt jedoch bei schätzungsweise 90.000.
  • Das Bildungsministerium fördert Anbieter von Kursen wie Volkshochschulen und kirchliche Erwachsenenbildung. Weitere Mittel sollen durch Zuschüsse der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds/ESF) und den Bund gewonnen werden.
  • Wichtig ist ein breites Bündnis aller gesellschaftlichen Akteure. Es gilt, eine „Kultur der Ermutigung“ zu schaffen.

Weitere Informationen zum Grundbildungspakt finden Sie hier:
http://www.saarland.de/grundbildungspakt.htm